Medizinische Hinweise E-Mail

Stand 28.06.2006
(Unverändert gültig seit: 05.12.2005)

Stand: 5. Dezember 2005

Die in der ersten Jahreshälfte 2003 in der VR China neu aufgetretene akute infektiöse respiratorische Erkrankung (SARS ), verursacht durch ein Corona-Virus, konnte schließlich erfolgreich eingedämmt werden. Von Dezember 2003 und bis April 2004 wurden noch vereinzelt neue SARS-Fälle erfasst, ohne dass es zu einer weiteren Ausbreitung kam. Weitere Informationen zu SARS finden Sie in den Merkblättern des Gesundheitsdienstes des Auswärtigen Amts.

Ende Januar/Anfang Februar 2005 wurden in mehreren Städten Ostchinas, u.a. in Najing Fälle bakterieller Hirnhautentzündung (Meningitis) gemeldet. Schwerpunkt ist die Provinz Anhui. Eine generelle Gefährdung ausländischer Kinder oder Erwachsener ist in China bislang nicht erkennbar, so daß eine entsprechende Impfung nicht erforderlich ist.

Davon unabhängig empfiehlt der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amts als sinnvollen Impfschutz bei Reisen in die Volksrepublik China: Immunisierung gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über drei Monate auch Hepatitis B . Bei besonderer Exposition (Landaufenthalt, Jagd, Jogging u.a.) kann Impfschutz gegen Tollwut und Typhus sinnvoll sein, außerdem ist saisonbedingt und bei längerem Aufenthalt in ländlichen Gebieten die Impfung gegen Japanenzephalitis möglich.

Eine gültige Gelbfieberimpfung wird nur bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet verlangt.

HIV / Aids wird auch in China zu einem Problem und evtl. zu einer Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches lebensgefährliches Risiko bergen.

Ausländer, die länger als ein Jahr im Land bleiben, müssen u. U. bei der Einreise einen HIV-Test nachweisen, bei Arbeitsaufenthalten wird zusätzlich ein Gesundheitszeugnis mit Befunden von Röntgenaufnahme des Thorax, EKG und Labor (inklusive HIV- und Syphillis-Test) verlangt. Das Zeugnis muss in englisch oder chinesisch verfasst sein, Abweichungen von dieser Regel sind jederzeit möglich.

Durch hygienisches Essen und Trinken (nur abgekochtes, nichts lau aufgewärmtes) und konsequenten Mückenschutz (Repellentien, Mückennetz, bedeckende Kleidung, Verhalten) können die meisten zum Teil auch gefährlichen Durchfälle und viele Infektionserkrankungen ganz vermieden werden. Dazu zählen auch die Malaria , aber auch eine größere Anzahl anderer Infektions- und Tropenerkrankungen, die vornehmlich in den südlichen Landesteilen anzutreffen sind, den Reisenden aber eher selten erreichen. Medikamente zur Prophylaxe gegen Malaria sind je nach Region und Jahreszeit sinnvoll und müssen im Beratungsgespräch vor der Reise mit dem Facharzt individuell festgelegt werden.

Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und oft technisch, apparativ und / oder hygienisch problematisch. Auf dem Land und in vielen auch großen Städten fehlen europäisch ausgebildete Englisch / Französisch sprechende Ärzte. Eine Verständigung kann ohne chinesische Sprachkenntnisse gerade bei medizinischen Inhalten ein großes Problem sein. Ein ausreichender, auch dort gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen. Eine individuelle Reiseapotheke ist empfehlenswert. Auch hierzu ist eine Beratung durch den Tropenarzt bzw. Reisemediziner sinnvoll.

Zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Volksrepublik China gibt es kein Sozialversicherungsabkommen. Das bedeutet, dass Arzt- bzw. Krankenhausrechnungen in der Regel sofort nach der Behandlung in bar bezahlt werden müssen.

 
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